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Donnerstag, 1. Juni 2017 19:00, Marktkirche zu Halle

Deborah HWV 51

Oratorium von G. F. Händel

Mit seinen prächtigen Chören und der aufwendigen Orchesterbesetzung stand das Oratorium „Deborah“ bei Händels Zeitgenossen in hohem Ansehen. Auch Felix Mendelssohn Bartholdy beschrieb das Werk als eines „von Händels schönsten und kräftigsten Werken“. Dabei stellte Händel das Oratorium vorwiegend nur aus sehr wirkungsvollen Sätzen früher entstandener Werke zusammen. Die Handlung folgt im Wesentlichen der alttestamentarischen Erzählung im 4. und 5. Kapitel des Buches der Richter: Das Volk der Israeliten befreit sich von der Herrschaft der Kanaanitern. Der Dirigent Jan Tomasz Adamus stellt mit seinem Chor und Orchester Capella Cracoviensis, die mit ihrer Aufführung des „Messiah“ bei den Händel-Festspielen 2014 begeisterten, seine Sichtweise des berühmten Werkes vor. Vokale Unterstützung erfahren die exzellenten Musiker durch ein international großartiges Solistenensemble.
 

Jan Tomasz Adamus

Der Dirigent, Organist und Cembalist Jan Tomasz Adamus studierte in Krakau und Amsterdam und war für viele polnische Erstaufführungen auf Originalinstrumenten verantwortlich, wie etwa J. S. Bachs Matthäus-Passion, Händels "Messiah", "Theodora", "Hercules", "Amadigi", "Sosarme", "Tamerlane", "Rodelinda" oder Beethovens Missa solemnis und Mozarts "Le nozze di Figaro" sowie dessen "Don Giovanni", letztere präsentierte er u.a. im Konzertsaal des Polish National Radio Symphony Orchestra. Er gastierte bei verschiedenen Festivals wie bei den Wratislavia Cantans, den Schwetzinger Festspielen, beim Bachfest Leipzig oder bei den Händel-Festspielen in Halle, aber auch im Schlosstheater von Versailles und im Theater an der Wien (Pergolesis "Adriano in Siria").Seit dem Jahre 2008 ist Jan Tomasz Adamus künstlerischer Leiter der Capella Cracoviensis, der auch ein Chor angeschlossen ist. Unter seiner Leitung entwickelte sich das in Krakau beheimatete Orchester zu einem der führenden Originalklang-Ensembles in Europa. Er hatte auch wesentlichen Anteil daran, dass sich das Krakauer Theatrum Musicum zu einem der wichtigsten internationalen Musikzenten wurde. Seit dem Jahr 2000 zeichnet er auch für das Bach Festival in Swidnica verantwortlich. Seine CD-Aufnahmen beinhalten zahlreiche Solo-Recitals als Organist, aber auch als Dirigent u.a. mit Werken polnischer und zeitgenössischer Komponisten.Jan Tomasz Adamus hat an der Musik-Akademie in Breslau unterrichtet und war in den letzten Jahren in Kooperation mit der Capella Cracoviensis auch für einige innovative szenische Projekte verantwortlich. Darunter waren Mozarts "Le nozze di Figaro" oder Glucks "Orfeo ed Euridice".

Hasnaa Bennani (Sopran)

Hasnaa Bennani begann ihre musikalische Ausbildung bei ihrer Schwester Jalila Bennani und ihrem Violinlehrer Laszlo Fodor. Am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris studierte sie schließlich Gesang bei Glenn Chambers und bildete sich in Alter Musik bei Howard Crook und Isabelle Poulenard weiter. 2011 gewann sie den ersten Preis des Concours de Chant Baroque de Froville.Sie zeichnet sich besonders in sakraler Barockmusik aus, wo sie zum Beispiel gerne mit Jurjen Hempel (Orchestre d'Auvergne), Patrick Ayrton (Opéra de Dijon), Michel Piquenal (Festival des Alizés d'Essaouira), Joël Suhubiette (Festival of Saint-Céré) und Michel Laplénie zusammenarbeitet. Ihre Liederabende gestaltet sie oft mit den Cembalisten Lawrence Stewart und Kenneth Weiss (Musicales de Normandie, Festival Sinfonia en Périgord, Paris, Gent etc.). Beim Early Music Festival in Utrecht debütierte sie mit Motetten von Lully und Clérambault mit dem Ensemble Le Parnasse français unter Louis Castelain. Sie sang L'Enfant in Ravels "L'Enfant et les sortilèges", Gretel in Humperdincks "Hänsel und Gretel", Barbarina in Mozarts "Le nozze di Figaro", Maguelonne in Viardots "La Cendrillon", La Neige" und Le Printemps in Condés Kinderoper "La chouette enrhumée". Des Weiteren wirkte sie mit in Mozarts Kantate "Davide renitente" und der Krönungsmesse mit Jean-Claude Malgoire, in J.S. Bachs h-moll Messe und Johannes-Passion mit Les Musiciens du Louvre-Grenoble unter Marc Minkowski, in Rameaus "Castor et Pollux", einmal mit Les Talens Lyriques unter Christophe Rousset am Théâtre du Capitole in Toulouse (Regie: Mariame Clément), einmal mit Le Concert Spirituel am Théâtre des Champ-Elysées in Paris (Regie: Christian Schiaretti). Im Theater an der Wien sang sie u.a. Une nymphe des eaux in Lullys "Armide".

Xavier Sabata (Altus)

Xavier Sabata wurde im katalanischen Avià geboren und absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Theater Barcelona. Er studierte Saxofon am Konservatorium Barcelona und historischen Gesang und Lied an der Escola Superior de Musica Catalunya sowie an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Hartmut Höll und Mitsuko Shirai. Meisterkurse besuchte er bei Montserrat Figueras, Richard Leavit und Christoph Pregardien. Sein Engagement für Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« in Lyon führte den Countertenor mit William Christie und dessen Ensemble »Les Arts Florissants« zusammen und legte den Grundstein für eine stete Zusammenarbeit. Xavier Sabata tritt regelmäßig mit renommierten Ensembles auf (z. B. Europa Galante, Collegium 1704, Venice Baroque Orchestra, I Barocchisti, Al Ayre Españiol, El Concierto Español, Orquesta Barroca Sevilla, Il Pomo dʼOro). Außerdem verbindet ihn eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Fabio Biondi, René Jacobs, Jordi Savall, Alan Curtis, Gabriel Garrido, Fabio Bonizzoni, Diego Fasolis, Andrea Marcon, Xavier Dìaz Latorre, Ivor Bolton, George Petrou, Riccardo Minasi, Harry Bicket und Christopher Moulds. Regelmäßige Engagements führten den Countertenor in den Bozar-Palast der Schönen Künste nach Brüssel, ans Théâtre des Champs-Elysées nach Paris, ans Teatro Real Madrid, ans Gran Teatre del Liceu nach Barcelona, ans Teatro La Fenice nach Venedig, an die Opera Rara nach Krakau, ans Badische Staatstheater Karlsruhe, an die Opéra Royal de Versailles, an die Ópera de Oviedo, an die Opéra de Lausanne, ans Grand Théâtre de Genève und ans Theater an der Wien. Er ist außerdem auf den renommierten Bühnen in New York und London zuhause. Xavier Sabata ist darüber hinaus gern gesehener Gast auf den internationalen Konzertbühnen sowie bei den europäischen Spitzenfestivals. So war er u. a. beim Festival für Alte Musik Innsbruck unter der Leitung von René Jacobs zu erleben und stand beim Festival in Aix-en-Provence in „Dido and Aeneas“ und „Madrigaux“, beim Ambronay-Festival, bei den Händel-Festspielen Halle und beim Festival Via Stellae in Santiago de Compostela auf der Bühne. Weitere Engagements führten ihn u. a. in die Moskauer Tschaikowsky-Halle und in den Palau de la Música Catalan in Barcelona.

Capella Cracoviensis

Die Capella Cracoviensis entstand 1970 auf Initiative des damaligen Direktors der Krakauer Philharmonie, Jerzy Katlewicz, der die Aufgabe der Gründung eines Ensembles an der Philharmonie, das sich auf die Aufführung Alter Musik spezialisiert, Stanisław Galoński übertrug. Mit der Zeit erweiterte die Capella Cracoviensis jedoch ihr vielfältiges Repertoire von der Renaissance bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Musik und ist heute ein eigenständiges Ensemble. Dank der konsequenten Unterstützung der Stadt Krakau kann die Capella Cracoviensis ambitionierte Projekte auf höchstem künstlerischem Niveau realisieren und dabei mit hervorragenden Musikerinnen und Musikern zusammenarbeiten. Seit 2008 ist Jan Tomasz Adamus ihr Direktor und musikalischer Leiter.Als Gastdirigenten leiteten u.a. Vincent Dumestre, Fabio Bonizzoni, Alessandro Moccia, Andrew Parrott, Christophe Rousset, Paul McCreesh oder Paul Goodwin das aufstrebende Ensemble, das bereits zu führenden europäischen Festivals wie den Haydn Festspielen Brühl, dem Bachfest Leipzig, den SWR Festspielen oder den Händel Festspielen in Halle eingeladen wurde und regelmäßig im Wiener Konzerthaus, im Theater an der Wien, in Versailles, Brüssel, Gent, Lwiw und Kiew gastiert. Neben seiner Konzerttätigkeit realisierte die Capella Cracoviensis in Polen bereits erfolgreich Produktionen von Händels "Amadigi di Gault", Glucks "Orfeo ed Euridice" oder Mozarts "Le nozze di Figaro" und "Don Giovanni".Die Capella Cracoviensis besteht neben dem Instrumentalensemble auch aus einer eigenen Vokalgruppe, die unterschiedlichstes Repertoire – von den tollkühnen, manieristischen Madrigalen von Gesualdo bis hin zu avantgardistischen Kompositionen des 20. Jahrhunderts – interpretiert. CD-Aufnahmen bezeugen den hohen künstlerischen Rang des Ensembles.

Karten: 50, 40, 25 €

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Jan Tomasz Adamus