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Sonntag, 28. Mai 2017 11:00, Dom zu Halle

Ein Lutheraner in Rom

Werke von C. F. Cesarini, P. P. Bencini, P. Cannicciari, F. Foggia, B. Pasquini und G. F. Händel

Concerto Romano hat in den letzten Jahren das Renommee eines internationalen Ausnahme-Ensembles gewonnen. 2006 wurde es in Rom von Alessandro Quarta gegründet und ist die erste Originalklangformation, die sich systematisch mit der römischen Musik der Renaissance und des Hochbarocks beschäftigt. Nach dem überaus erfolgreichen Programm „Luther in Rom” steht nun G. F. Händel im Mittelpunkt des Konzertes in Halle. In Rom fand der gerade mal 22-jährige, lutherisch getaufte Händel bei den verschiedenen Geistlichen der römisch-katholischen Kirche begeisterte Aufnahme. Seine Kompositionen und das Repertoire der städtischen Kapellen sowie Werke heute weniger bekannter Komponisten der glorreichen Römischen Schule werden zu begeistern wissen.


Concerto Romano
Sopran: Sonia Tedla Chebreab (Solistin), Alena Dantcheva, Maria Dalia Albertini
Alt: Andrés Montilla-Acurero, Enrico Torre
Tenor: Luca Cervoni, Riccardo Pisani
Bariton: Mauro Borgioni
Bass: Davide Benetti

Violine: Paolo Perrone, Gabriele Politi
Erzlaute, Theorbe: Francesco Tomasi, Giangiacomo Pinardi
Violoncello: Rebeca Ferri
Kontrabass: Matteo Coticoni
Fagott: Giovanni Battista Graziadio
Bassposaune: David Yacus
Orgel: Andrea Buccarella

Alessandro Quarta

 „Rom um 1600 war nicht nur das Zentrum der Kunst, wo die Meisterwerke Caravaggios und Berninis entstanden, auch die Pflege der Musik spielte in der Kulturpolitik der römischen Kirche eine bedeutende Rolle. Dabei beschränkte sich das musikalische Leben nicht nur auf die Gotteshäuser. Mit eingängigen Melodien und einfachen Texten versuchte man, auch der armen Bevölkerung die Botschaft des Evangeliums neu zu verkünden.“ Alessandro Quarta (Meinbezirk.at, 2014)

Alessandro Quarta wirkte als Sänger in mehreren angesehenen Vokalensembles mit. 2007–2012 war er Kapellmeister am Pantheon in Rom. Derzeit hat er dieselbe Position an der römischen Kirche Santa Lucia al Gonfalone inne. Er ist seit 2007 Dozent für Bühnengesang an der Scuola di Recitazione Fondamenta in Rom, für Madrigal- und Oratoriengesang bei der Sommerakademie der FIMA in Urbino und gibt Workshops u. a. an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Neben seiner Arbeit als Leiter von Concerto Romano ist er seit 2014 Gastdirigent des Vokalensembles Ars nova in Salamanca und des Ensembles Exultemus in Boston, wo er 2015 auch im Continuo des Boston Early Music Festival Orchestra mitgewirkt hat. Er war 2016 Gastdirigent des Consortium Carissimi in und Gastdirigent des Orchestra Barocca Nazionale dei Conservatori Italiani in Rom.
Als Musikwissenschaftler arbeitet Alessandro Quarta u. a. mit dem Deutschen Historischen Institut in Rom und dem Istituto Bibliografico Musicale zusammen. Seit 2016 leitet er die neue Musikeditionsreihe „Florida Verba“ der Fondazione Italiana Musica Antica und seit 2015 moderiert er die beliebte Abendsendung „Radio3 Suite“ im Kultursender des nationalen Rundfunks RAI.

Sonia Tesla Chebreab (Sopran-Solo)

Sonia Tedla Chebreab absolvierte in ihrer Heimatstadt Bologna ein Studium im Fach Gesang am Konservatorium „Giovanni Battista Martini” und studierte Musikwissenschaften an der Universität Bologna. Sie ist Preisträgerin des Gesangswettbewerbs für Barockmusik „Francesco Provencal” in Neapel 2013. Ihre Studien im Repertoire der Alten Musik vertiefte sie durch die Zusammenarbeit mit international anerkannten Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Ottavio Dantone, Hervé Niquet, Frans Brüggen, Helmut Rilling, Nicholas McGegan, Christopher Hogwood, Alessandro de Marchi, Attilio Cremonesi oder Enrico Onofri. Sie tritt regelmäßig bei internationalen Festivals und in Konzertsälen wie im Lincoln Centre New York, bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, im Conzertgebouw  Amsterdam, dem Théatre Champs Elysées Paris, dem George Enescu Festival Bucharest und dem Bologna Festival auf. Ebenso stand sie in Theatern wie der Scala in Mailand, der Opéra de Lyon, im Teatro Verdi Pisa und im Teatro del Giglio Lucca bereits auf der Bühne.

Concerto Romano

Concerto Romano, 2006 von Alessandro Quarta gegründet, ist die erste Originalklangformation, die sich systematisch mit allen Facetten der römischen Renaissance und des Hochbarocks beschäftigt.
2009 gab das Ensemble bei den Tagen Alter Musik in Herne des WDR sein furioses Deutschlanddebüt. Seitdem war das Ensemble bei internationalen Festspielen und in Konzertsälen in Italien (u. a. Sagra Musicale Umbra, Accademia Filarmonica Romana, Società del Quartetto di Milano), Belgien (De Bijloke Gent), Deutschland (u. a. Rheingau Musik Festival, Händel-Festspiele Karlsruhe, Kölner Philharmonie, Herrenchiemsee Festspiele, RheinVokal, Mozartfest Würzburg), Holland (Musica Sacra Maastricht), Österreich (Resonanzen, Styriarte) und Schweiz (Festival Alter Musik Zürich) zu Gast.
CD-Einspielungen des Ensembles beim Label Christophorus („Luther in Rom“, „Sacred Music for the Poor“, B. Pasquini „La Sete di Christo“) wurden u. a. für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert und mit dem belgischen Prix Caecilia 2014 und Diapason d’Or Découverte ausgezeichnet.

Karten: Freie Platzwahl - 25 €

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