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Sonntag, 4. Juni 2017 11:00, Leopoldina, Festsaal

Original oder Plagiat?

Neu entdeckte Cembalokonzerte von G. F. Händel

Je berühmter der Komponist desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass manchmal nicht drin ist, was drauf steht! Aber wer könnte den Kapellmeistern diverser kontinentaler Höfe verdenken, dass sie gern das „Neueste“ des berühmten Londoner Superstars Händel präsentieren wollten und ihm diverse Werke zuschrieben?  Glücklicherweise liebte Händel es, seine besten Ideen in unterschiedlichsten Werken wiederzuverwenden. So können wir heute zweifelhafte Werke als echt verifizieren, wenn sie Entlehnungen aus echten Händel-Werken aufweisen. Andersherum konnte inzwischen vieles, was unter dem Namen Händel Verbreitung fand, durch Konkordanzen dem richtigen Komponisten zugeordnet werden. Dennoch dümpeln bis heute einige hochkarätige Werke verwaist in Bibliotheken und Archiven und erhielten weder eine Nummer im Händel-Werke-Verzeichnis (HWV deest) noch einen wissenschaftlich anerkannten Urheber. Folgen Sie dem mit einem ECHO Klassik ausgezeichneten Ensemble NeoBarock auf diesem manchmal detektivischen Weg durch Händels Œuvre und entdecken sie gänzlich unbekannte Cembalokonzerte von G. F. Händel (?)!   

 >  Die ECHO Klassik-Preisträger NeoBarock spielen G.H. Stölzel:
Link zum Film (youtube)

NeoBarock

"Die mitreißende Spielfreude der vier zu einem einzigen Instrument verwobenen Solisten wurde von den Zuhörern mit raunendem Staunen beobachtet." (Pforzheimer Zeitung)
 

WARUM MACHEN WIR MUSIK?
Diese Frage stellten sich die Geiger Maren Ries und Volker Möller am Ende ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel und seiner legendären Musica Antiqua Köln. Ihre Antwort war: NeoBarock! Seit der Gründung dieser deutschen Kammermusikformation im Jahr 2003 blicken die Musiker auf über 10 Jahre gemeinsamer Arbeit zurück. "Wir haben die Musik für uns gerettet!", sagen sie heute und meinen damit, dass sie dem "Zirkus" der Alten-Musik-Szene, dieser beinahe wahllosen Austauschbarkeit von Musikern und Ensembles, entronnen sind, der falsch verstandenen Regelgläubigkeit ebenso wie interpretatorischer Beliebigkeit. Dagegen setzt man bei NeoBarock auf eine Sammlung erstklassiger Instrumente, eine stabile Besetzung und, darauf aufbauend, auf langfristige Probenarbeit. »Wir haben unseren ureigenen, unverwechselbaren Klang und Stil entwickelt und mittlerweile einen Stand erreicht, auf dem es nicht mehr nur um Fragen der Technik oder Interpretation geht, sondern um die Suche nach künstlerischer Wahrhaftigkeit.« Wie ein loderndes Feuer brennt eine nicht nachlassende Begeisterung in den Musikern und ihrer Musik. Sie verleiht der Exklusivität von NeoBarock eine zusätzliche, zutiefst menschliche Dimension. "Wir können und wollen längst vergangene Epochen nicht kopieren. Unsere Forschungen, das Quellenstudium und auch unsere Barockinstrumente sind kein Selbstzweck, sie sind unsere Werkzeuge." So transportiert NeoBarock mit Sachverstand und wissenschaftlicher Akribie, vor allem aber »mit expressiver Leidenschaft, mit Herzblut getränkter Lebenslust und Sinnlichkeit« (Südkurier) die Alte Musik unmittelbar ins Hier und Jetzt und lässt dabei die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwinden. NeoBarock – das ist Barockmusik am Puls unserer Zeit, neu erlebt und erfühlt für Menschen von heute. "Die Anerkennung der vielen Hörer, die sich von unserer Begeisterung mitreißen lassen, die das Besondere, Frische, Neue und Andersartige von NeoBarock spüren, gibt uns immer wieder Vertrauen, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen." Der Erfolg gibt den Musikern recht: In wenigen Jahren hat sich NeoBarock mit fesselnden Interpretationen, die Leidenschaft, Perfektion und Virtuosität vereinen, den Ruf als exzellenter Interpret außergewöhnlicher Programme erspielt und zählt zu den Spitzenformationen seiner Art. Atemberaubende Spielfreude, faszinierendes Zusammenspiel sowie klangliche Homogenität und Intensität machen das Erlebnis NeoBarock einzigartig. Mit exklusiven und dramaturgisch stringenten Konzertprogrammen ist NeoBarock gefeierter Gast auf den europäischen Bühnen und zahlreicher renommierter Festivals. Rundfunkproduktionen und Konzertmitschnitte werden regelmäßig von nationalen und internationalen Rundfunkanstalten übertragen. In den vielbeachteten und u. a. mit dem ECHO Klassik-Preis ausgezeichneten CD-Einspielungen für das Label ambitus hat sich NeoBarock wiederholt mit Johann Sebastian Bach und seinem Umfeld beschäftigt "und sich als stilistisch kundiger Sachwalter dieses Repertoires erwiesen" (Fono Forum).

Karten: Freie Platzwahl - 25 €

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