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Montag, 5. Juni 2017 15:00, Leopoldina, Festsaal

Festkonzert mit Juan Sancho: Händels sieben Todsünden

Werke von G. F. Händel

Händels große Werke hatten immer seineihre Helden und seineihre Tyrannen, die Guten und die Bösen, die Standhaften und die Ehrlosen. Das Konzert widmet sich einigen der bewundernswertesten Kompositionen, die Händel für negativ besetze Figuren schrieb, die den sieben Todsünden verfallen waren: Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Wollust, Völlerei und Trägheit finden sich u. a. in den Figuren aus „Tamerlano“, „Ariodante“, „Lotario“, „Rodelinda“, „Semele“, „Theodora“.
Diese Figuren mit den psychologisch dunklen Facetten stehen im Zentrum des Programms, interpretiert von dem international gefragten, spanischen Tenor Juan Sancho, der mit zahlreichen renommierten Barockorchestern wie Les Arts Florissants oder Les Musiciens du Louvre gemeinsam musizierte. Der Sänger glänzte vor allem in zahlreichen Opernpartien aus Werken von Händel, Hasse und Vinci, die ihn heute regelmäßig vor allem nach New York, London, Salzburg oder Paris führen.

 >  Juan Sancho wirkte in der gefeierten Produktion von Händels „Alessandro“ mit. Hier ein Klangbeispiel:
Link zum Film (Youtube)


 

Juan Sancho

Nach seinem Abschluss im Fach Klavier setzte Juan Sancho seine Studien an der Musikhochschule von Katalonien bei Raphaël Sikorski und Raúl Giménez in Alter Musik fort. Dadurch eröffnete sich ihm die Chance, mit einigen der bedeutendsten Künstler dieser Musikrichtung wie z. B. William Christie, Fabio Biondi, Alan Curtis und Diego Fasolis zusammenzuarbeiten. Er gehörte zu dem exklusiven Kreis junger Sänger, die 2007 zur Teilnahme am Projekt Le Jardin des Voix von Les Arts Florissants ausgewählt wurden. Nach seiner Teilnahme an der European Music Academy des Festivals in Aix-en-Provence wendete er sich dem Opernrepertoire von Mozart und dem Belcanto-Gesang zu und begann mit berühmten „modernen“ Orchestern zusammenzuarbeiten, z. B. dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino und dem Orchestra della Svizzera Italiana. Juan Sancho nahm an einigen der wichtigsten Festivals in Europa teil, wie u. a. dem Maggio Musicale Fiorentino, Ambronay, Antwerpen, Brügge, Barcelona, Femás in Sevilla, Quincena musical in San Sebastián und Via Stellae in Santiago de Compostela. Daneben debütierte er an international renommierten Konzert- und Opernhäusern wie dem Teatro alla Scala Mailand, dem Barbican Center, Lincoln Center New York, Palais de Beaux Arts Brüssel und der Alten Oper Frankfurt. Er absolvierte mehrere Radioaufnahmen für die BBC, für Radio France, Rete2, Klara und Radio Clásica des spanischen Rundfunksenders RNE. Im Opernfach ist im Besonderen seine Teilnahme an der Monteverdi Trilogie „L’Orfeo“, „Il ritorno d’U lisse“ und „L’incoronazione di Poppea“ hervorzuheben. Diese wurde zwischen 2008 und 2010 im Teatro Real unter der musikalischen Leitung von William Christie und der szenischen Leitung von Pier Luigi Pizzi aufgeführt. Juan Sancho hat im Teatro alla Scala in der Inszenierung der Rameau-Oper „Les Indes Galantes“ als Don Carlos mit Les Arts Florissants debütiert. Am Teatro Español in Madrid und am Teatro Arriaga in Bilbao sang er den Don Urbano in der Boccherini-Oper „La Clementina“ mit dem Venice Baroque Orchestra. Am Theater Kiel debütierte er als Almaviva in „Der Barbier von Sevilla“. 2012 stand Sancho als Pompeo auf der Bühne, mit der Opéra National du Rhin in Strasbourg und Mulhouse. Die Auftritte wurden gleich von mehreren Fernsehsendern übertragen, unter anderem von ARTE. Außerdem debütierte er als Grimoaldo beim Festival Via Stellae. Weitere Engagements führten ihn als Artabano in Vinci’s „L’Artaserse“ an die Opéra national de Lorraine und an die Oper Köln. Sancho sang den Pompeo in „Farnace“ an der Opéra de Versailles und beim Festival in Aix-en-Provence in „Un turco in Italia“ mit Marc Minkowski. Als Interpret für Alte Musik wirkte er bei den vielfach ausgezeichneten Produktion von Vivaldis „Farnace“, Händels „Alessandro2 und Hasses „Siroe“ mit, und er nimmt regelmäßig für das Label Decca auf. 2014 sang er u.a. beim Festival in Aix-en-Provence, Salle Pleyel in Paris, und in der Moskauer Tchaikovsky Halle. Bei den Händel-Festspielen in Halle begeistere im Jahr 2016 in der Händel-Oper „Publio Cornelio Scipione“ in Bad Lauchstädt.

Karten: Freie Platzwahl - 35 €

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