Programm / Tickets

Freitag, 26. Mai 2017 19:30, Oper Halle

Jephtha HWV 70

Oratorium von G. F. Händel (szenische Aufführung)

Aufführung nach der Hallischen Händel-Ausgabe in englischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln

„Jephtha” ist G. F. Händels grandioses Alterswerk. Knapp 66 Jahre ist er, als er mitten in der Arbeit an seinem letzten originären Werk erblindet. Zwölf Jahre lag seine letzte Opernkomposition zurück. Dennoch besticht es durch viele bildhafte und theatralische Momente, durch die ein mitreißendes Drama zwischen Gelübde und Vaterliebe entfesselt wird. Mit großen Chören und affektgeladenen Arien gelang Händel 1752 ein musikalischer Höhepunkt in seinem Schaffen. Tatjana Gürbaca, eine der gefragtesten Regisseurinnen ihrer Generation, inszenierte bereits an den Opernhäusern von Leipzig, Wien, Zürich, Amsterdam, Oslo und Berlin. Für Wagners „Parsifal” an der Vlaamse Opera Antwerpen wurde sie 2013 von der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zur „ Regisseurin des Jahres” gekürt. Anlässlich der Händel-Festspiele 2017 wird sie zum ersten Mal an der Oper Halle arbeiten.
 

 

Tatjana Gürbaca

Tatjana Gürbaca

Tatjana Gürbaca, 1973 in Berlin geboren, studierte in ihrer Heimatstadt Regie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Ihre Ausbildung wurde ergänzt durch Meisterkurse bei Ruth Berghaus und Peter Konwitschny. Von 1998 bis 2001 war sie als Regie-Assistentin an der Grazer Oper tätig.
Beim Ring Award, dem Grazer Regiewettbewerb für Musiktheater, gehörte sie im Jahre 2000 zu den Preisträgerinnen. 2001 debutierte sie an der Grazer Oper mit Puccinis „Turandot“. Seither ist sie als freiberufliche Opernregisseurin tätig. Das Spektrum ihrer Arbeiten reicht vom Barock (Purcells Dido and Aeneas in Baden-Baden) bis zur Moderne (Dallapiccolas Il prigioniero an der Volksoper Wien, Ligetis Le grand Macabre in Bremen). In Mainz inszenierte sie Sciarrinos Macbeth, in Leipzig Hersants Le moine noir.
2003 eröffnete Tatjana Gürbaca die Intendanz Mentha mit Mozarts Così fan tutte in Luzern, der Einstudierungen in München und Köln folgten. Weitere Engagements führten sie an die Staatsoper Berlin, die Deutsche Oper Berlin und die Opernhäuser von Oslo, Novosibirsk und Bogota. Mit Claudio Abbado erarbeitete sie 2010 beim Lucerne Festival eine semi-szenische Aufführung von Beethovens Fidelio.
Von 2011-14 war Tatjana Gürbaca Operndirektorin am Staatstheater Mainz. Das Opernhaus Zürich gehört seit 2012 zu ihren wichtigen Arbeitsstätten. Verdis höchst erfolgreichem, für das jährliche Public Viewing ausersehenen Rigoletto folgten Verdis Aida und Mozarts Die Zauberflöte. 2017 wird sie in Zürich Massenets Werther inszenieren.
Einen Höhepunkt ihrer Laufbahn markierte Wagners Parsifal an der Vlaamse Opera in Antwerpen und Gent. Für ihre profilierte und gefeierte Inszenierung wurde sie von den Kritikern der Zeitschrift OPERNWELT zur Regisseurin des Jahres 2013 gewählt. Die Aufführung wird 2017/18 neu einstudiert. 2016/17 erarbeitete sie in Antwerpen/Gent mit Der fliegende Holländer und in Essen mit Lohengrin zwei weitere Repertoirewerke von Richard Wagner.
Drei profilierte Arbeiten an der Deutschen Oper am Rhein, wo sie 2009 Salome und 2015 Arabella inszenierte, sowie im Theater an der Wien, wo 2016 Capriccio herauskam, waren Beiträge zu einer neuen, aus dem Heute entwickelten Richard Strauss-Dramaturgie.
 

Karten: 75, 60, 45 €

Bestellen

Zurück zum Programm
Christoph Spering