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Freitag, 24. November 2017 19:30, Oper Halle

Jephtha HWV 70

Oratorium von G. F. Händel (szenische Aufführung)

„Jephtha” ist G. F. Händels grandioses Alterswerk. Knapp 66 Jahre ist er, als er mitten in der Arbeit an seinem letzten originären Werk erblindet. Zwölf Jahre lag seine letzte Opernkomposition zurück. Dennoch besticht es durch viele bildhafte und theatralische Momente, durch die ein mitreißendes Drama zwischen Gelübde und Vaterliebe entfesselt wird. Mit großen Chören und affektgeladenen Arien gelang Händel 1752 ein musikalischer Höhepunkt in seinem Schaffen. Tatjana Gürbaca, eine der gefragtesten Regisseurinnen ihrer Generation, inszenierte bereits an den Opernhäusern von Leipzig, Wien, Zürich, Amsterdam, Oslo und Berlin. Für Wagners „Parsifal” an der Vlaamse Opera Antwerpen wurde sie 2013 von der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zur „ Regisseurin des Jahres” gekürt. Anlässlich der Händel-Festspiele 2017 wird sie zum ersten Mal an der Oper Halle arbeiten.

Aufführung nach der Hallischen Händel-Ausgabe in englischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln


 

 

Tatjana Gürbaca (Regie)

Tatjana Gürbaca

Tatjana Gürbaca, 1973 in Berlin geboren, studierte in ihrer Heimatstadt Regie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Ihre Ausbildung wurde ergänzt durch Meisterkurse bei Ruth Berghaus und Peter Konwitschny. Von 1998 bis 2001 war sie als Regie-Assistentin an der Grazer Oper tätig.
Beim Ring Award, dem Grazer Regiewettbewerb für Musiktheater, gehörte sie im Jahre 2000 zu den Preisträgerinnen. 2001 debutierte sie an der Grazer Oper mit Puccinis „Turandot“. Seither ist sie als freiberufliche Opernregisseurin tätig. Das Spektrum ihrer Arbeiten reicht vom Barock (Purcells Dido and Aeneas in Baden-Baden) bis zur Moderne (Dallapiccolas Il prigioniero an der Volksoper Wien, Ligetis Le grand Macabre in Bremen). In Mainz inszenierte sie Sciarrinos Macbeth, in Leipzig Hersants Le moine noir.
2003 eröffnete Tatjana Gürbaca die Intendanz Mentha mit Mozarts Così fan tutte in Luzern, der Einstudierungen in München und Köln folgten. Weitere Engagements führten sie an die Staatsoper Berlin, die Deutsche Oper Berlin und die Opernhäuser von Oslo, Novosibirsk und Bogota. Mit Claudio Abbado erarbeitete sie 2010 beim Lucerne Festival eine semi-szenische Aufführung von Beethovens Fidelio.
Von 2011-14 war Tatjana Gürbaca Operndirektorin am Staatstheater Mainz. Das Opernhaus Zürich gehört seit 2012 zu ihren wichtigen Arbeitsstätten. Verdis höchst erfolgreichem, für das jährliche Public Viewing ausersehenen Rigoletto folgten Verdis Aida und Mozarts Die Zauberflöte. 2017 wird sie in Zürich Massenets Werther inszenieren.
Einen Höhepunkt ihrer Laufbahn markierte Wagners Parsifal an der Vlaamse Opera in Antwerpen und Gent. Für ihre profilierte und gefeierte Inszenierung wurde sie von den Kritikern der Zeitschrift OPERNWELT zur Regisseurin des Jahres 2013 gewählt. Die Aufführung wird 2017/18 neu einstudiert. 2016/17 erarbeitete sie in Antwerpen/Gent mit Der fliegende Holländer und in Essen mit Lohengrin zwei weitere Repertoirewerke von Richard Wagner.
Drei profilierte Arbeiten an der Deutschen Oper am Rhein, wo sie 2009 Salome und 2015 Arabella inszenierte, sowie im Theater an der Wien, wo 2016 Capriccio herauskam, waren Beiträge zu einer neuen, aus dem Heute entwickelten Richard Strauss-Dramaturgie.
 

Stefan Heyne (Bühne)

Stefan Heyne, geboren 1965 in Brandenburg/Havel, studierte Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Zwischen 1992 und 1993 war er Meisterschüler bei Volker Pfüller. 1990 ging er als Bühnenbildner an die Freien Kammerspiele Magdeburg, wo er bis 1995 fest engagiert war. Seither ist er freischaffend tätig. Er arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Dimiter Gottscheff, Tatjana Gürbaca, Frank Hilbrich, Andreas Kriegenburg, Tilman Knabe, Karoline Gruber, und Vera Nemirova. Seine Arbeiten führten ihn an eine Vielzahl von Häusern, darunter die Hamburgische Staatsoper, das Staatstheater Darmstadt, das Staatstheater Mainz, das Theater Magdeburg, das Deutsche Theater, die Volksbühne, das Maxim Gorki Theater sowie an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, das Staatsschauspiel Dresden und an das Theater Basel. Sein fotografisches Werk wurde bisher in mehreren institutionellen Einzelausstellungen ausgestellt, u.a. 2012 im Museum DKW Cottbus, 2013 in den Museen und Kunstsammlungen Augsburg und 2014 in Museen der Stadt Dresden. Zudem sind seine Arbeiten in Deutschland und international in zahlreichen Privatsammlungen und institutionellen Sammlungen zu sehen. Es sind bereits einige monografische Publikationen zu Stefan Heyne erschienen, zuletzt "Speak to Me" (2012, Hajte Cantz Verlag) und "Naked Light - Exposing Infinity" (2014, Hatje Cantz Verlag).

Silke Willrett (Kostüme)

Silke Willrett studierte Bühnen- und Kostümbild bei Jürgen Rose und absolvierte ihr Staatsexamen in Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 2003 arbeitet sie als freie Bühnen- und Kostümbildnerin, häufig im Team mit Marc Weeger. Zu ihren wichtigsten Partnern zählt die Regisseurin Tatjana Gürbaca, für die sie Kostüme und einige Bühnenbilder zu zahlreichen Inszenierungen entwarf, darunter Opern von Händel, Mozart, Massenet, Wagner, Verdi, Tschaikowsky, Bizet, Smetana, Strauss und Ligeti an Theatern wie der Oper Zürich, Deutsche Oper Berlin, Oper Leipzig, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Oper Köln, Nationaltheater Mannheim, Aalto Theater Essen, Theater Bremen, Staatstheater Mainz, Oper Graz und die Vlaamse Opera Antwerpen/Gent, Oper Oviedo und Bogota. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie darüber hinaus mit Andrea Breth (»Eugen Onegin« Salzburger Festspiele, »Katja Kabanowa« am Theatre de La Monnaie in Brüssel, »Wozzeck« an der Staatsoper Berlin, »Der Spieler« an der Nederlandse Opera Amsterdam), aber auch mit Christof Nel (»Simplicius Simplicissimus« an der Staatsoper Stuttgart und der Oper Frankfurt, »Die Bakchen« am Schauspielhaus Frankfurt, »Das Wundertheater«, »Der Landarzt« und »Das Ende einer Welt« als Henze-Trilogie am Prinzregententheater München sowie »Moses und Aron« an der Deutschen Oper am Rhein). Mit Jörg Behr arbeitete sie an den Häusern Krefeld, Aachen, Oldenburg, Augsburg, mit Jim Lucassen an den Opernhäusern von Nancy, Wiesbaden und Limoges, mit Johannes Erath an der Oper Frankfurt. An der Staatsoper Stuttgart entwarf sie die Kostüme zu Moniques Wagemakers „ Madame Butterfly“, Sergio Morabitos Pilotprojekt „Wunderzeichen“ von Marc Andre sowie – in Kooperation mit der Welsh National Opera Cardiff und dem Savonlinna Festival – Rudolf Freys „Nabuco“ . 2003 gründete sie gemeinsam mit Tanja Richter und Marc Weeger die freie Theatergruppe »Fliegen ab Stuttgart«, die noch im selben Jahr den Baden-Württembergischen Theaterpreis erhielt. Die „ Deutsche Bühne“ und „Opernwelt“ nominierte sie mehrfach als Beste Bühnen- und Kostümbildnerin. Als Setdesignerin und Kostümbildnerin ist Silke Willrett zudem für Filmproduktionen in Stuttgart und Berlin tätig. Der Film »Das Maß der Dinge« (Set- und Kostümbild gemeinsam mit Marc Weeger, Regie: Sven Bohse) wurde 2005 für den »First Steps Award« und 2006 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, L.A. für den »33. Annual Student Academy Award 2006« nominiert.

Robert Sellier (Jephtha)

Der in München geborene Tenor Robert Sellier ist seit der Spielzeit 2013/2014 festes Ensemblemitglied der Oper Halle. Ersten Gesangsunterricht erhielt er im Rahmen der Bayerischen Singakademie bei Hartmut Elbert, bevor er in Augsburg sein Gesangsstudium bei Jan Hammar aufnahm. Er belegte Meisterkurse bei Margaret Baker-Genovesi, Margreet Honig, Rudolf Pierney, Gerd Uecker, Peter Schreier, Rudolf Jansen, Edith Wiens und James Taylor. Erste Engagements führten den Tenor u. a. zu den Salzburger Festspielen, zu den Ludwigsburger Festspielen (Enrico in der Welturaufführung von E.T.A. Hoffmanns Oper "Liebe und Eifersucht"), nach Bielefeld und an die Komische Oper Berlin (Graf Almaviva in Rossinis "Barbier von Sevilla"). 2007 gastierte er am Theater Augsburg als Ferrando ("Così van tutte"). 2007/2008 wechselte er als festes Mitglied an das Staatstheater am Gärtnerplatz München. Dort gestaltete er Partien wie Fenton ("Die lustigen Weiber von Windsor"), Remendado ("Carmen"), Fenton ("Falstaff"), Graf Almaviva ("Der Barbier von Sevilla"), Tamino ("Die Zauberflöte"), Alfred ("Die Fledermaus") und Frederik ("Die Piraten von Penzance"). Im Konzertbereich sang er mit diversen Originalklang-Ensembles wie der Hofkapelle München, les cornets noirs, La Banda, L’arpa festante, dem L‘Orfeo Barockorchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Händelfestspielorchester Halle sowie dem New London Consort. Konzerte gab er u. a. mit Enoch zu Guttenberg, der Dresdner Philharmonie, dem New London Consort und bei den Händel-Festspielen in Göttingen und Halle sowie 2014 auf Einladung der Oper Halle mit Händels "Messiah" in der US-amerikanischen Partnerstadt Savannah. CD- und DVD-Einspielungen sowie Liederabende runden seine Konzerttätigkeit ab. An der Oper Halle war er zuletzt u. a. als Alfred in "Die Fledermaus", als Pyrpi in dem Opern-Oratorium "Sky Disc - Himmelsscheibe - Disc del cel" (UA), als Fernando in Händels erster Oper "Almira" und Varo in Händels "Arminio", als Hippolyt in der Halleschen Erstaufführung der Henze-Oper "Phaedra", als Dancaïro in "Carmen" und als Tamino in "Die Zauberflöte" zu erleben. In der Reihe "Belle voci – Lieder und Literarisches" gestaltete er französischsprachige Lieder Richard Wagners, Schuberts Lieder-Zyklus "Die schöne Müllerin" und Schumanns "Dichterliebe". Bei den Händel-Festspielen 2016 sang er an der Oper Halle in Philipp Harnoncourts Inszenierung von "Sosarme" die Partie des Königs Haliate. In dieser Spielzeit ist er u. a. Steuermann in Wagners "Der fliegende Holländer", Dancairo in Bizets "Carmen" sowie Haliate in Händels "Sosarme, Re di Media".

Svetlana Sylvia (Storgè)

Die in der Ukraine geborene Mezzosopranistin Svitlana Slyvia ist seit der Spielzeit 2015/2016 Ensemblemitglied an der Oper Halle. Sie begann ihre Gesangsausbildung 1998 bei Prof. Igor Kushpler an der Musikhochschule in L’viv. Schon während des Studiums folgten erste Auftritte am dortigen Opernhaus. 2004 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und studierte in der Klasse von Prof. Renate Behle. In Meisterkursen bei Turid Karlsen, Laura Sarti, Nina Hinson, Adina Aaron, Guillermo Dominguez, Dieter Schweikart und KS Romelia Lichtenstein erhielt die Sängerin wichtige künstlerische Impulse. Aktuell wird sie von KS Romelia Lichtenstein unterrichtet. Svitlana Slyvia erhielt Stipendien der Brahms-Stiftung, der Otto-Stöterau-Stiftung und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Gastengagements führten sie bisher als Popova in "The Bear" von William Walton nach Kiel, als Carmen nach Neustrelitz, als Fenena in "Nabucco" und Zweite Dame in "Die Zauberflöte" zu den Neuen Eutiner Festspielen sowie als Fenena nach Rostock. 2009 debütierte sie an der Staatsoper Hamburg in der Rolle des Trommlers in Viktor Ullmann "Der Kaiser von Atlantis", mit der sie 2010 auch an der Staatsoper Hannover zu Gast war. In der Spielzeit 2010/2011 erhielt sie als Solistin am Schleswig-Holsteinischen Landestheater ein Festengagement. Dort verkörperte sie nach ihrem Debüt als Fenena u.a. Mignon in der gleichnamigen Oper von Amboise Thomas, Rosina in Rossinis "Der Barbier von Sevilla", Erma in "Anything goes" von Cole Porter, Leokadja Begbick in Kurt Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", Dulcinée in Jules Massenets "Don Quichotte", Suzuki in "Madama Butterfly", Hermia in Benjamin Brittens "A Midsum- mernight's Dream", den Prinzen Orlowsky in "Die Fledermaus", Norma Desmond in Andrew Lloyd Webbers "Sunset Boulevard" und Die Dame in "Cardillac" von Paul Hindemith. Im Konzertbereich gestaltete Svitlana Slyvia verschiedene Gala-Programme in Hamburg, Eutin sowie Neubrandenburg und übernahm am Schleswig-Holsteinischen Landestheater die Soloparts in Beethovens 9. Sinfonie und in Verdis "Messa da Requiem". Die Mezzosopranistin gewann beim »25. Internationalen Robert Stolz Gesangswettbewerb Wiener Operette 2010« den dritten Preis und wurde im gleichen Jahr Finalistin beim »16. Internationalen Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini« in Österreich. Nachdem sie 2014 bereits als Gräfin in Tschaikowskis Oper "Pique Dame" an der Oper Halle gastierte, war sie in der Spielzeit 2015/16 als Ensemblemitglied u. a. als Carmen in Georges Bizets gleichnamiger Oper, als Erda im "Ring des Nibelungen", als Fürstin von Bouillon in Francesco Cileas Oper "Adriana Lecouvreur" und als Erenice in "Sosarme" bei den Händel-Festspielen 2016 zu erleben.

Ines Lex (Iphis)

Ines Lex gibt in der aktuellen Spielzeit an der Oper Halle ihr Rollendebüt als Micaela in "Carmen" sowie als Jenny Hill in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Bei den Händel-Festspielen 2017 wird sie als Iphis in "Jephtha" (Regie: Tatjana Gürbaca; Musikalische Leitung: Christoph Spering) zu erleben sein. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Prof. Ulrike Sonntag und Prof. Thomas Pfeiffer sowie an der Royal Academy of Music in London bei Elizabeth Ritchie. Ihre Ausbildung schloss sie 2007 mit Diplom und Auszeichnung ab. Im Anschluss war Ines Lex am Landestheater Innsbruck engagiert und gab dort ihr Debüt als Marie in "Zar und Zimmermann", Eliza in "My Fair Lady" und Zdenka in "Arabella". Wichtige Impulse erhielt sie bei Meisterkursen von Christine Schäfer, Klesie Kelly-Moog, Edith Wiens und Ingrid Figur. Derzeit arbeitet sie mit Mariette Witteveen zusammen. 2010 wechselte Ines Lex an das Opernhaus Halle. Hier gestaltete sie Partien wie Ännchen ("Freischütz"), Gretel ("Hänsel und Gretel"), Musetta ("La Bohème"), Rodisette ("Der geduldige Socrates"), Dunyazade ("Sharahzade"), Pamina ("Zauberflöte"), Maria ("West Side Story"), Aphrodite ("Phaedra" von Hans Werner Henze) sowie Woglinde, Waldvogel und Gerhilde im "Ring des Nibelungen". Bei den Händel-Festspielen ist die Sopranistin regelmäßig zu erleben, wobei sie als Elmira in "Sosarme, Re di Media", Flavia in "Lucio Cornelio Silla", Morgana in "Alcina", Teofane in "Ottone" und in der Titelpartie von "Almira" jeweils Rollendebüts gab. Ines Lex arbeitete mit Dirigenten wie Helmuth Rilling, Sir Roger Norrington, Cornelius Meister, Marcus Bosch, Ulf Schirmer, Karl-Heinz Steffens, Marcus Creed, Bernhard Forck, Andreas Spering, Wolfgang Katschner, Endrico Onofri und Josep Caballé-Domenech sowie mit Regisseuren wie Hansgünther Heyme, Axel Köhler, Brigitte Fassbaender, Franziska Severin, Christian Schuller, Andrej Woron, Florian Lutz, Stephen Lawless und Philipp Harnoncourt zusammen. Gastengagements führten sie an renommierte Opernhäuser wie Leipzig, Nürnberg, Darmstadt und Weimar, zu den Brühler Schlosskonzerten und den Schlossfestspiele Ludwigsburg. Mit dem Festivalensemble der Internationalen Bachakademie unter der Leitung von Helmuth Rilling war sie als Solistin in Bachs "h-moll-Messe" in den Philharmonien Berlin und Essen, der Liederhalle Stuttgart und der Thomaskirche Leipzig zu erleben.

Leandro Marziotte (Hamor)

Leandro Marziotte gewann 2014 beim Internationalen Händel Wettbewerb den ersten Preis als Countertenor Solist mit dem Ensemble Radio Antiqua. Des Weiteren war er Finalist beim ersten Internationalen Countertenor Wettbewerb in Lugano (Schweiz). Seinen Master absolvierte er im Barockstil am Royal Conservatoire in Den Haag. Am Straßburger Konservatorium legte er den Bachelor und das Diplom im lyrischen Singstil ab. Er studierte mit Michael Chance, Peter Kooij, Jill Feldman, Rita Dams, Françoise Kubler, Martin Gester und Michèle Ledroit. In 2013 gründete er das Ensemble Cantus Luscinia für frühzeitliche Musik. Das Ensemble interpretiert unterschiedliche Repertoires, widmet sich aber ins besondere der italienischen, spanischen und latein-amerikanischen Barockmusik. Gewöhnlich tritt Leandro als Solist mit Ensembles wie „Le Parlement Musique” (Martin Gester), „Ricercar Consort“ (Philippe Pierlot), „Capella Mediterranea“ (Leonardo García Alarcon), „ Ensemble Elymar“ (Gabriel Garrido), „Le Concert Étranger (Italy Jedlin), „Stuttgarter Barockorchester” (Jörg Habulek), dem „Göttinger Barockorchester” (Bernd Eberhardt), „Radio Antiqua” und dem kanadischen „Ensemble Caprice” (Matthias Maute) auf. Sein letztes Solo-Album „Frangi Cupido I dardi”, aufgenommen für Arcana (Outhere Music) in Italien, ist unveröffentlichten Kantaten neapolitanischer Komponisten wie Vinci, Leo, Hasse und Scarlatti gewidmet. Leandro war an unterschiedlichen Opern-Produktionen beteiligt. Darunter fiel die Rolle des Arsamene in „Serse“ , die des Orlando in „Orlando“, Barak in „Deborah“ von Händel, die der Zauberin in „Dido und Aeneas“ von Purcell und Oberon in „Ein Mittsommernachtstraum“ von Britten. Auch den Ottone in Händels „ Agrippina“ am Oldenburgischen Theater spielte er während der Göttinger Händel Festspiele und während der Händel Festspiele in Halle wird er den Hamor in Händels „Jephta“ an der Oper Halle singen. An wichtigen Theatern Lateinamerikas wird er in dieser Saison Monteverdis Orfeo und Solo-Rezitative zur Aufführung bringen. Stationen werden sein das Teatro Colon in Buenos Aires, das Teatro Municipal in Rio de Janeiro, Teatro Municipal in Sao Paulo, sowie das Theater in

Ki-Hyun Park (Zebul)

Ki-Hyun Park ist seit 2002 an der Oper Halle engagiert. Der aus Seoul stammende Bassist begann 1993 sein Studium in seiner Heimatstadt, das er ab 2000 in Rostock und später in Dresden bei Prof. Jürgen Hartfiel fortsetzte und an der Arena Accademia di Musica in Rom ergänzte. Meisterkurse absolvierte er u. a. bei James Wagner, Claudia Eder und Bonaldo Giaiotti. Er gewann u.a. 2003 den Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlovy Vary und erhielt den Interpretationspreis, Mozartpreis und Sonderpreis des Nationaltheaters Prag. Konzerte führten ihn u. a. nach Dublin, Seoul und Berlin. Zu seinem Repertoire gehören die Basspartien in geistlichen Werken von Händel, Bach, Haydn, Schubert, Brahms, Dvořák, Gounod und Mendelssohn-Bartholdy. An der Oper Halle eignete er sich ein umfangreiches Opernrepertoire an, das von Monteverdi über Mozart, Donizetti, Rossini, Verdi, Wagner, Tschaikowski, Puccini bis hin zu Dallapiccola reicht. Zu den wichtigsten Partien der letzten Zeit gehören u. a. Alfonso in "Lucrezia Borgia", Colline in "La Bohème", Athlet in "Lulu", die Titelrollen in "Des Kaisers Neue Kleider" und Georg Philipp Telemanns Oper "Der geduldige Socrates", Said-Fares in der wiederentdeckten Oper "Schaharazde" von Bernhard Sekles, Sir Berkley / Toms Blunt in Marschners "Vampyr", Banco in "Macbeth", Zaccaria in "Nabucco", Pater Guardiano in Verdis "Die Macht des Schicksals", Papageno in "Die Zauberflöte" und der Fürst von Bouillon in Francesco Cileas Oper "Adriana Lecouvreur". Regelmäßig singt er im Rahmen der Händel-Festspiele. So war er u. a. als Coralbo in "Floridante", als König in "Ariodante", Priester in "Hercules", Melisso in "Alcina", Raymondo in "Almira", Emireno in "Ottone" und Tullio in "Arminio" zu hören. Im Rahmen der Verdi-Tage der Oper Halle 2013 gestaltete er die Basspartie in Verdis "Messa Da Requiem". 2014 folgte er einer Einladung der Oper Halle in die US-amerikanische Partnerstadt Savannah für eine Aufführung von Händels "Messiah". Ein Gastspiel als Méphistophélès in John Dews Inszenierung von Gounods "Faust" führte ihn 2016 an die Metropolitan Opera Seoul. Aktuell ist er an der Oper Halle u .a. als Altomaro in Philipp Harnoncourts Neuinszenierung "Sosarme" bei den Händel-Festspielen und als Eremit in "Der Freischütz" (Goethe-Theater Bad Lauchstädt) zu erleben.

Karten: 40, 36, 32, 24, 20 €

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