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Samstag, 10. Juni 2017 15:00, Franckesche Stiftungen

„L’Elpidia, overo li rivali generosi“ HWV A1 (konzertante Aufführung)

Pasticcio von L. Vinci, G. M. Orlandini u. a., bearbeitet von G. F. Händel

G. F. Händel hat wie vielleicht kein anderer Komponist seiner Epoche fremdes Material zur Grundlage eigener Werke genommen. „L’Elpidia“ ist ein Pasticcio der besonderen Art, denn hier bediente sich Händel nicht bei seinen eigenen Werken, sondern vorwiegend aus venezianischen Opern. Die fein abgestimmte „Pastete“, die G. F. Händel 1725 in London zur Uraufführung brachte, ist nahezu unbekannt. In Halle erklingt nun das Werk zum ersten Mal. Das Orchester der Opera Settecento, eines der bemerkenswerten Ensembles der Alten Musik in England, erweckt das unbekannte Händel-Pasticcio wieder zum Leben. Ihr Spiel auf historischen Instrumenten wird mit fantasievoller und mitreißender Musizierkunst sowie stilgerechten wie musikalisch faszinierenden Interpretationen verknüpft. Vokale Unterstützung erfahren die Musiker durch ein international großartiges Solistenensemble.
 

Erica Eloff (Elpidia)

Die Sopranistin Erica Eloff ist Gewinnerin des London Handel Singing Competition und arbeitete eng mit Laurence Cummings und den London Handel Players zusammen. Sie ist eine gefragte Oratorien- und Liedsängerin und beschäftigt sich auch intensiv mit zeitgenössischer Musik. Sie gestaltete Uraufführungen mit Werken amerikanischer, argentinischer, englischer und südafrikanischer Komponisten wie etwa James Wilding, Augusto Arias und Hannes Taljaard, die speziell für sie komponiert wurden. Sie sang bei der Classical Opera Company London („Adriano in Siria“ von J. Ch. Bach), bei der Opera Settecento („Catone in Utica“ von G.F. Händel und „Adriano in Siria“ von G. B. Pergolesi) und konzertierte mehrfach mit dem Barockensemble Ars Eloquentiae. Mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Andris Nelsons sang sie ein Blumenmädchen in einer konzertanten Aufführung von „Parsifal“. Am Theater Lübeck war sie als Fiordiligi in „Così fan tutte“ und in der Titelpartie von „Tosca“ zu erleben.

Rupert Enticknap (Olindo)

Rupert Enticknap stammt aus Großbritannien und absolvierte seine Ausbildung am Londoner Kings College sowie an der International Opera School des Royal College of Music. Der Countertenor begann seine Laufbahn als Ensemblemitglied des Jungen Ensembles des Theaters an der Wien (JET), wo er in den Titelpartien von Händels „Radamisto“ und „Orlando“ sowie als L’umana fragilità / Pisandro in Monteverdis „Il ritorno d’ulisse in patria“ zu sehen war. Engagements brachten ihn u. a. an das Royal Opera House Covent Garden, die Barbican Hall und das Händel Festival in London, zum Iford Opera Festival, zu den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik sowie nach Kopenhagen, Oslo, Krakau und Darmstadt. Zudem gastierte Enticknap in einer konzertanten Aufführung von Philipp Glass’ Oper „ Akhnaten“ beim Festival MiTo Settembre Musica in Turin und Mailand sowie in „Farinelli and the King“ im Londoner Duke of York’s Theatre. In letzter Zeit war er in Steffanis „Amor vien dal destino“ an der Staatsoper Berlin und in Gassmanns „L’opera seria“ am Théâtre Royal de la Monnaie zu hören. Im April 2017 debütiert er als Lel in Rimski-Korsakows „Snegurotschka“ an der Opéra National in Paris.

Rupert Charlesworth (Vitige)

Rupert Charlesworth studierte an der Royal Academy of Music in London und gewann u.a. den Händel-Competition in London (2013) und den Cesti- Gesangs - wettbewerb in Innsbruck (2014). Er ist mehrmals beim Festival d’Aix-en-Provence aufgetreten – zuletzt in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“. Er arbeitete u.a. bereits mit den Dirigenten Vladimir Jurowski, Marc Minkowski, Paul Goodwin und Jean- Christophe Spinosi zusammen. Zu seinem Opernrepertoire zählen u.a. auch Händels“ Acis and Galatea“, Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ und Mozarts „Die Zauberflöte“. Geplant sind u.a. Georg Benjamins „Written on Skin“ am Moskauer Bolschoi, Bernsteins „A Quiet Place“ in Montréal und die Brockes-Passion bei den Händel-Festspielen in Göttingen. Am Theater an der Wien war Rupert Charlesworth zuletzt 2015 in „L’incoronazione di Poppea“ zu Gast.

Michael Taylor (Ormonte)

Michael Taylor gastierte erstmals bei den Händel-Festspielen Halle 2016 als Argone in „Sosarme“, nachdem er bereits im Frühjahr 2015 an der Oper Halle als Artemis in Hans Werner Henzes Oper „ Phaedra“ debütierte. Der gebürtige Kanadier sang im Knabenchor an der St. Michael’s Choir School in Toronto und studierte am dortigen Royal Conservatory of Music Violine und Klavier. Dem folgten weitere Gesangsstudien mit dem Schwerpunkt Alte Musik an der McGill University, wo er zeitgleich seinen Abschluss in Physik und Neurowissenschaften machte. Anschließend zog der Sänger nach Düsseldorf, um sich bei Prof. Jeanne Piland fortbilden zu lassen. Zu seinem Repertoire gehören u.a. die Partien des Oberon in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“, Goffredo in Händels „Rinaldo“, Tolomeo in Händels „Giulio Cesare“ und die Titelpartie in Händels „Orlando“. 2012 debütierte er im Lincoln Center New York als Solist in Händels „Messiah“ und 2015 sang er Bachs Matthäuspassion in Osaka. Michael Taylor ist Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg sowie Mitbegründer und Künstlerischer Leiter des Barockensembles The Dansant in Montréal, mit dem er 2014 ein Album mit Arien von Händel, Vivaldi und Graun herausbrachte. Außerdem konnte man den kanadischen Countertenor als Corindo in Cestis „Orontea“ an der Hamburgischen Staatsoper, Liscione in Scarlattis „La Dirindina“ mit L’Arte del Mondo, Alessandro in Glucks „ Antigono“ mit dem Ensemble Serse und in der Titelpartie von Pergolesis „Adriano in Siria“ in London erleben.

Karten: 40, 30 €

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