Programm / Tickets

Sonntag, 11. Juni 2017 21:00, Galgenbergschlucht

Abschlusskonzert mit Musikfeuerwerk (Open air)

Werke von G. F. Händel, W. A. Mozart und E. Elgar

So wie in jedem Jahr wartet man in Halle beim Abschlusskonzert der Händel-Festspiele traditionell auf die berühmte „Feuerwerksmusik“ des halleschen Komponisten mit dem bereits legendären Musikfeuerwerk. Im Konzert, das seit 1952 regelmäßig in der romantischen Galgenbergschlucht stattfindet, musiziert die Staatskapelle Halle unter Leitung von Jan Michael Horstmann. Von Elgars „Pomp and Circumstance“ bis zu Händels „Hallelujah“ birgt das Programm weitere prachtvolle Kostbarkeiten: Erstmalig sind Teile aus aus dem Oratorium „Tobit“, einem Pasticcio aus Werken Händels, dieas von John Christopher Smith um 1764 zusammengestellt wurde, zu hören..

Freuen auf 2018!
Die Händel-Festspiele 2018 finden vom 25. Mai bis 10. Juni statt.
 

Jan Michael Horstmann

Jan Michael Horstmann

Jan Michael Horstmann ist seit August 2012 Operndirektor und musikalischer Oberleiter
an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul bei Dresden. Von 2004 bis Juli 2013
war er Generalmusikdirektor des Mittelsächsischen Theaters Freiberg und künstlerischer
Leiter der Mittelsächsischen Philharmonie. Der 1968 in Frankfurt am Main geborene Sohn
eines Schauspielers und einer Tänzerin ging schon während des Dirigierstudiums an der
Hochschule für Musik und darstellende Kunst Hamburg als Kapellmeister an die Wuppertaler
Bühnen und arbeitete seit 1992 regelmäßig als Dirigent des Tanztheaters Wuppertal
mit Pina Bausch zusammen. Von 1996 bis 2004 war er stellvertretender GMD am Theater
Magdeburg. Gastspiele führten ihn unter anderem zum Orchester der Beethovenhalle
Bonn, dem Philharmonischen Staatsorchester Kassel, den Hamburger Symphonikern, der
Dresdner Philharmonie, ans Teatro Real Madrid, Theatro Municipal do Rio de Janeiro,
Theatro Nacional Claudio Santoro in Brasilia, Gran Teatro del Liceu Barcelona, das Sadler’s
Wells Theatre London, zum Tokyo City Philharmonic Orchestra, zum Holland Festival sowie
zu den Festivals in Edinburgh und Hongkong.
Mit der Mittelsächsischen Philharmonie gestaltet er vielfältige Konzertprogramme in ungewöhnlichen
Kombinationen, die von Bach bis Brubeck, von Zelenka bis Zimmermann
reichen. In Halle dirigierte er zuletzt die Staatskapelle beim Festival „Women in Jazz“
2014. Regelmäßig tritt Jan Michael Horstmann auch als Liedbegleiter und Cembalist auf.
Seine Leidenschaft gilt jedoch dem Chanson. Seit 1999 gestaltet er regelmäßig Chansonabende
vor begeistertem Publikum.
 

Miriam Sabba, Sopran

Die deutsch-marokkanische Sängerin Miriam Sabba, in Wuppertal geboren, erhielt den ersten Gesangsunterricht in ihrer Heimatstadt bei der Opernsängerin Dora Brockmann. 2001 nahm sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Frau Prof. Barbara Schlick auf, welches sie 2008 erfolgreich mit dem Konzertexamen abschloss.
Ihre Studien erweiterte sie unter anderem durch Meisterkurse bei Kurt Widmer, Klesie Kelly-Moog, Ingeborg Danz, Anna Reynolds und Kammersängerin Brigitte Fassbaender. Sie wird noch immer von ihrer Professorin Barbara Schlick betreut. Weitere Impulse erhält sie durch Renate Biskup in Dresden. 2004 war sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Wuppertal.
Ihr Repertoire reicht von Monteverdi (Poppea in „L'Incoronazione di Poppea“) bis zur Moderne (Venus in Benjamin Schweitzers „Dafne“, Uraufführung von „Longe“ von Thomas Kupsch). Auch im Konzertfach fühlt sie sich sehr zu Hause und hat sich mittlerweile ein großes Repertoire ersungen. Bereits während des Studiums hatte sie erste Gastverträge am Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Von 2008 bis 2012 war sie als lyrischer Koloratursopran am Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln engagiert. Sie sang in dieser Zeit unter anderem die Titelpartie in Traettas „ Antigone“, Ännchen, Pamina und Adina.
Die Zuschauer des Döbelner Theaters wählten sie 2010 zum Publikumsliebling. Gastspiele mit dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch führten die Sopranistin als Diana in Glucks „Iphigenie auf Tauris“ an die Wuppertaler Bühnen und zum Arts Festival nach HongKong.
Die Liebe zum Liedgesang begleitet Sabba seit dem Studium. Nicht nur in Deutschland sondern auch in ihrer zweiten Heimat Marokko, sang sie in Marrakesch Konzerte. Im November 2016 begab sie sich auf Tournee in die USA und gab gemeinsam mit Ihrem Begleiter Jan Michael Horstmann eine Serie erfolgreicher Liederabende mit Schumanns "Frauenliebe und Leben" und Arnold Schönbergs "Buch der hängenden Gärten".  Mit ihrem marokkanischen Ensemble „Hamimi“ gestaltet sie Märchenabende gepaart mit europäischer klassischer Musik. Für Ihre künstlerischen Verdienste lud sie der marokkanische König, Ihre Majestät Mohammed VI., im Sommer 2014 zum Thronfest nach Rabat ein.
Im Sommer 2012 wurde Miriam Sabba von den Kritikern der Sächsischen Zeitung zur Sängerin des Jahres gewählt. Seit der Spielzeit 12/13 ist die Sopranistin an den Landesbühnen Sachsen engagiert. Wichtige Partien dort sind u.a. Mozarts Susanna, Oscar („Un Ballo in Maschera“), Dorella in Wagners „Liebesverbot“, Gretel, Adele, Anna Reich sowie Créuse in Marc-Antoine Charpentiers „Médée“. In der vergangenen Spielzeit erweiterte sie ihr Repertoire mit Mozarts Konstanze aus "Die Entführung aus dem Serail". Im Sommer 2016 sang sie erneut die Pamina. Diesmal in einer Inszenierung auf der Felsenbühne im Kurort Rathen-Sächsische Schweiz. Gerade im Oktober feierte die Sängerin ihre Premiere als Stella in "A Streetcar Named Desire" von Sir André Previn. Seit Januar 2017 ist sie in der Monodramatischen Oper " Das Tagebuch der Anne Frank " von Grigori Frid zu sehen.

 

Ulrike Mayer, Mezzo-Sopran

Ulrike Mayer, geboren in Stuttgart, studierte bei Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik Detmold und bei Klesie Kelly an der Hochschule für Musik Köln. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und gewann einen ersten Preis beim internationalen „Euriade Vocal Concours“ in Holland und dem Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg.
Während ihres Studiums wurde sie an das Theater Magdeburg engagiert, dessen Ensemble sie bis 2009 angehörte und wo sie unter anderem als Dorabella (Così fan tutte), Olga (Eugen Onegin), Alcina (Orlando furioso), Maddalena (Rigoletto), Hänsel (Hänsel und Gretel), Idamante (Idomeneo) und Eliza (My fair lady) zu erleben war. Die erfolgreiche Produktion von Orpheus und Eurydike, in der sie den Orpheus sang (Regie: Andreas Kriegenburg), war für den deutschen Theaterpreis der »Faust« nominiert.
Die junge Sängerin gastierte an der Hamburgischen Staatsoper als Flavius (Telemann, Flavius Bertaridus), der Scottish Opera als Cherubino (Le nozze di Figaro), der Deutschen Oper Berlin als Cornet (Matthus, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke), am Staatstheater Mainz als Holofernes (Vivaldi, Juditha triumphans) und dem Anhaltischen Theater Dessau als Périchole (La Périchole) und Dorabella (Cosí fan tutte) und folgte Einladungen zum Kurt Weill Fest als Venus in Weills One touch of Venus, den Schwetzinger Festspielen (Amme in Sciarrinos Da gelo a gelo) und der Ruhrtriennale (Hollywood Elegien von Hanns Eisler in der Regie von Schorsch Kamerun). 2006 debutierte sie an der Opéra de Bastille in Paris mit der Rolle des Pagen in Richard Strauss’ Salome.
Als Konzert- und Liedsolistin tritt die Mezzosopranistin regelmäßig an renommierten Orten wie Konzerthaus und Philharmonie Berlin, Auditorio Nacional de Musica Madrid, beim Weimarer Kunstfest, den Tagen Alter Musik Regensburg, den Magdeburger Telemannfesttagen sowie beim Mannheimer Mozartsommer auf. Sie arbeitete mit international namhaften Orchestern und Ensembles (u. a. SWR Sinfonieorchester Stuttgart, Dresdner Sinfoniker, Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia, Lauttencompagney Berlin, Akademie für Alte Musik Berlin) unter Dirigenten wie Kurt Masur, Alessandro de Marchi, Miguel Gomez-Martinez und Hartmut Haenchen zusammen.

Jan Kobow, Tenor

Der in Berlin geborene Tenor Jan Kobow ist der Musikwelt seit seinem ersten Preis beim Leipziger Bachwettbewerb 1998 ein Begriff und hat sich seitdem insbesondere als Interpret von Barockmusik international einen Namen gemacht. Einladungen in viele Länder zeugen davon, u.a. von Masaaki Suzuki, John  Eliot Gardiner, Sigiswald Kuijken, Philippe Herreweghe, Nicolaus Harnoncourt, Lars Ulrik Mortensen, Frans Brüggen, Jos van Immerseel, Philippe Pierlot etc.
Jan Kobow hat als Solist bei ca. 100 CD-Aufnahmen mitgewirkt und schon neun Soloalben aufgenommen, u.a. die drei Liederzyklen Schuberts (mit Kristian Bezuidenhout und Christoph Hammer), aber auch Lieder von Mendelssohn, Seckendorff, Johann Krieger, Carl Loewe, John Dowland sowie weitere Schubertlieder u.a. mit Pianisten wie Cord Garben oder Ludger Rémy.
Zuletzt erschien u.a. die Einspielung mit der Evangelistenpartie der Markuspassion von Reinhard Keiser und die von der Presse sehr positiv aufgenommene Schubert-Wintereise in Originalversion. Viele Standardwerke wie Haydns „Schöpfung“ und „Jahreszeiten“, Bach Weihnachtsoratorium, Johannespassion und h-Moll-Messe liegen teilweise schon in unterschiedlichen Versionen auf CD vor.
Jan Kobow ist schon bei diversen Barockopernproduktionen aufgetreten, u.a. im Theatre de la Monnaie in Brüssel oder im New Yorker Lincoln Center und verkörperte zuletzt mit großem Erfolg die Titelpartie der Oper „Sardanapalus“ von Boxberg im Wilhelma-Theater in Stuttgart, die bereits auf CD erschienen ist.
Besonders beliebt beim Publikum ist er in Buffo-Partien, was  seine Einspielung der Operette „Die Blaue Mazur“ von Léhar dokumentiert oder auch „Ariadne“ von Conradi.
Als Liedsänger ist er immer wieder recht gefragt. In der kommenden Saison unternimmt er beispielsweise eine Tournée durch einige deutsche Städte (Münster, Oldenburg, Bremen usw.) mit Schuberts Winterreise zusammen mit Christoph Hammer.
Auch als Ensemblesänger hat er einen hervorragenden Ruf und ist Gründungsmitglied des Vokalensembles Die Himlische Cantorey mit der bereits ca. zehn CDs erschienen sind. Weitere Mitwirkungen mit Gli Angeli Geneve, Weser-Renaissance, Collegium Vocale Gent etc. sind ebenfalls auf Aufnahmen dokumentiert. In Kürze erscheint in diesem Bereich Johann Hermann Scheins „ Israelsbrünnlein“ auf CD.
In der Saison 2015/2016 nahm er zusammen mit Dorothée Mields in einem Duettprogramm an der Ansbacher Bachwoche 2015 und den Thüringer Bachwochen 2016 teil, tritt auf dem Oude Muziek Festival in Utrecht in Erscheinung und singt Haydns „Sieben letzte Worte“ mit Janine Jansen & Friends beim Musikfest Bremen. Weitere Höhepunkte werden Konzerte bei den Telemanntagen Magdeburg, der Beethovenwoche Bonn (mit Petra Somlai) und der Bachakademie Stuttgart sein.
Konzerte und Liederabende bei den Festivals Fränkischer Sommer (Wandelkonzerte auf Schloss Seehaus) und Musica Franconia unterstreichen seine vielfältige sängerische Tätigkeit in Bayern.
In seinem Wohnort Schloss Seehaus ist er Gastgeber einer kleinen Konzertreihe und gibt sein sängerisches Wissen bei Meisterkursen weiter.

Hans Christoph Begemann, Bassbariton

Der in Hamburg gebürtige Bassbariton Hans Christoph Begemann trat als Solist der Bach-Passionen u.a. im Wiener Musikverein, in der Tonhalle Zürich und der Thomaskirche Leipzig auf. Nach Festengagements in Wuppertal und Darmstadt sang er  u.a. an der Oper Leipzig die „Bösewichter“ in Hoffmanns Erzählungen und am Chemnitzer Opernhaus  wurde er u.a. für „Ausgrabungen“ der Opern Otto Nicolais verpflichtet. Sowohl in Helsinki als auch Amsterdam war er der Jaufré Rudel in Kaija Sariaahos Oper L'Amour de loin. Begemann gastierte beim Hong Kong Arts Festival, beim Rheingau Musikfestival und bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen

Mit seinem Repertoire von über 300 Schubertliedern trat er beim SWR und der schubertiade.de. auf. Wolfgang Rihm schrieb für ihn Lieder, die Begemann beim Lucerne Festival und Kissinger Sommer uraufgeführte. Die Ersteinspielung mit Goethe-Liedern von Rihm wurde 2016 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Hans Christoph Begemann betreut eine Gesangsklasse an der Hochschule für Musik Mainz. Bei den Händel-Festspielen war er bereits 2015 zu hören.

 

Karten: Freie Platzwahl - 35, Kinder 10 €

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