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Montag, 8. Juni 2015 18:00, Botanischer Garten

Liebliche Töne erklingen

Wandelkonzert mit Picknick im Grünen mit Fanfaren, A-cappella-Gesängen und Führung durch den Botanischen Garten

„Liebliche Töne erklingen“ – diese Zeile aus der Sammlung „Norwegische Frühlingsnacht“ von Robert Franz dient als Motto des Konzertes anlässlich des 200. Geburtstages dieses bedeutenden halleschen Komponisten. Er wirkte in der Saalestadt als Universitäts-Musikdirektor und Leiter der Singakademie. Das Wandelkonzert gedenkt diesem großartigen Mann und wird einige seiner schönsten Werke im Botanischen Garten zu Gehör bringen. Der Botanische Garten blickt auf eine über 300 Jahre währende Geschichte als Lehr- und Forschungssammlung zurück.

Spielleute erfreuten mit ihrer Musik die einfachen Menschen in den Städten und auf dem Lande. Sie spielten mit ihren Flöten, Fiedeln, Trommeln und anderen Rhythmusinstrumenten zu Festlichkeiten und zum Tanz auf, bliesen als Stadtpfeifer oder Ratsmusiker von den Türmen und wirkten in der Kirchenmusik mit. Mittelalterliche Jahrmärkte, Umzüge und Tänze wären ohne sie nicht denkbar. Aus dieser Tradition heraus entstand drei Jahrhunderte später die Formation eines modernen Blechbläserquintetts, die Pfeiferstuhl Music Halle, gegründet vom Solotrompeter a. D. der damaligen Halleschen Philharmonie Manfred Geserick, in der Besetzung zwei Trompeten und drei Posaunen. 
Nun in zweiter Generation, präsentiert sich das Blechbläserquintett der Staatskapelle Halle in klassischer Form: zwei Trompeten, ein Horn, eine Posaune und eine Tuba. Alle Musiker sind Mitglieder der Staatskapelle Halle.

Der Universitätschor Halle „Johann Friedrich Reichardt“,1951 gegründet, wird seit 1984 von UMD Jens Lorenz geleitet. Der Chor gestaltet in jeder Spielzeit etwa 15–20 Konzerte mit bis zu fünf verschiedenen Programmen und erwarb sich besondere Verdienste um die Pflege der großen Vokalwerke von Johann Friedrich Fasch und weiterer Komponisten Mitteldeutschlands. Mehrere CD-Einspielungen liegen vor.
Das nichtprofessionelle Ensemble arbeitete mit Dirigenten wie Trevor Pinnock, Marcus Creed, Thomaskantor Georg Christoph Biller, Paul Goodwin, Golo Berg, Wolfgang Katschner und Michael Schneider sowie den Orchestern: Anhaltische Philharmonie Dessau, Collegium 1704 – Prager Barockorchester, dem Händelfestspielorchester, der LAUTTEN COMPAGNEY BERLIN, dem Barock Consort der Hochschule der Künste Bremen, dem Orchester La folie de Lille, dem Johann-Friedrich-Fasch-Ensemble, dem Akademischen Orchester Halle u. a. Rundfunkmitschnitte fanden auch auf den Sendeplätzen von mdrfigaro und DeutschlandRadio Berlin Berücksichtigung. Das A-cappella-Repertoire des Universitätschores reicht von der Renaissance über geistliche und weltliche Werke der Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik. Konzertreisen führten den Chor in mehrere europäische Länder. Beim Internationalen Chorwettbewerb in Verona 2007 errang der Chor die höchste Bewertung und erhielt den Sonderpreis der Jury für die beste Interpretation des Pflichtstückes. Der Kammerchor des Universitätschores wurde im April 2008 beim Internationalen Chorwettbewerb SLOVAKIA CANTAT in Bratislava mit dem Goldenen Diplom in der höchsten Kategorie ausgezeichnet und erhielt eine Einladung zum renommierten internationalen Chorfestival in Spittal an der Drau in Österreich. Im November 2009 konnte der Universitätschor mit dem Hauptpreis und zwei Golddiplomen in den Kategorien Gemischter Chor und Volkslied den 23.Internationalen Chorwettbewerb PRAGA CANTAT für sich entscheiden.

Jens Lorenz, geboren in Leipzig, studierte Dirigieren an der Hochschule für Musik „ Franz Liszt“ in Weimar und nahm an Meisterkursen u. a. bei Helmuth Rilling und Kurt Masur teil. Er ist seit 2002 Universitätsmusikdirektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, leitet den Universitätschor „Johann Friedrich Reichardt“ und ist Dozent für Chor- und Orchesterleitung am Institut für Musik. Mit dem Universitätschor hat er sakrale Kompositionen von Bach, Händel, Telemann und Mozart sowie Saint-Saëns' Oratorio de Noël, Faurés Requiem und DvořáksStabat mater aufgeführt.
Sein besonderes Augenmerk richtet er auf die Pflege und Aufführung unbekannter Werke mitteldeutscher Komponisten. Die A-cappella-Chormusik nimmt ebenfalls einen wichtigen Platz in seinem Schaffen ein. So wurden in den vergangenen Jahren mehrere CDs eingespielt und Konzerte durch den Rundfunk (mdrfigaro, DeutschlandRadio Berlin) aufgezeichnet.
Seit 2005 leitet Jens Lorenz zusätzlich den Händel-Festspielchor am Händel-Haus Halle. Mit diesem neu gegründeten Chor und dem Händelfestspielorchester Halle brachte er im Rahmen der Händel-Festspiele Oratorien von Händel zur Aufführung.
Neben seiner Konzerttätigkeit, die ihn durch mehrere europäische Länder führte, tritt er regelmäßig als Juror bei Wettbewerben und als Dozent bei Chorleiterkursen in Erscheinung. 1995 verlieh ihm die Stadt Zerbst den Johann-Friedrich-Fasch-Preis.

Karten: 30 €

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Jens Lorenz