Mittwoch, 18.11.2015

Die Händel-Festspiele 2016

Die Händel-Festspiele sind das größte Musikfest im Land Sachsen-Anhalt und zählen zu den ältesten und renommiertesten Festivals barocker Musik in Europa. Im Gegensatz zu Händel-Festspielen in anderen Städten finden in Halle, der Geburtsstadt des Komponisten, diverse Veranstaltungen an authentischen Händel-Orten statt. Seit 1922 sind sie ein Besuchermagnet für Gäste aus aller Welt. Im letzten Jahr wurden über 50.000 Besucher gezählt.

Im kommenden Jahr finden die Händel-Festspiele vom 27. Mai. bis 12. Juni 2016 statt. An 17 Veranstaltungstagen werden den Besuchern ganz besondere Highlights der Barockmusik präsentiert. Insgesamt werden in den 17 Festspieltagen 4 verschiedene szenische Opernproduktionen, zwei Oratorien und eine Ballettaufführung gezeigt. Internationale Stars wie die Countertenöre Valer Sabadus und David Hansen, der Tenor Ian Bostridge und die junge Ausnahmesopranistin Anna Prohaska oder Sonia Prina stehen bei den Händel-Festspielen 2016 auf der Bühne. Des Weiteren werden die ECHO Klassik-Preisträger Dorothee Oberlinger, Giovanni Antonini mit seinem Ensemble Il Giardino Armonico und Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata für barockmusikalische Sternstunden sorgen.

Weltweit gefeierte Orchester wie das Orchestra of the Age of Enlightenment oder das Gabrieli Consort & Players mit Paul McCreesh aus Großbritannien, La Risonanza und die Accademia Bizantina aus Italien, das Kammerorchester Basel sowie die Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner sind zu erleben. Bei den Oratorien wirken namhafte und traditionsreiche Chöre mit, darunter der RIAS Kammerchor und der MDR Rundfunkchor.  Anlässlich des 900-jährigen Bestehens des ältesten Knabenchores in Deutschland, dem Stadtsingechor zu Halle, wird dieser gemeinsam mit zwei anderen Knabenchören das traditionsreiche Abschlusskonzert in der Galgenbergschlucht vor über 3.000 Besuchern bestreiten.

"2016 wird die Stadt Halle (Saale) in den beiden Festspielwochen mit drei Konzertwochenenden erneut ein Anziehungspunkt für Menschen aus Deutschland und der ganzen Welt“, betonte Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Händel-Haus. „Geschichte – Mythos – Aufklärung lautet das Festspielthema 2016 und vergegenwärtigt das für unsere freiheitliche europäische Kultur so wichtige Jahrhundert der Aufklärung mit seinem bedeutenden Zentrum Halle, an 17 Tagen mit über 70 Veranstaltungen. Die Händel-Festspiele 2016 unterstützen den UNESCO-Welterbeantrag der Franckeschen Stiftungen."

Mit über 100 verschiedenen Veranstaltungen (darunter 52 Verkaufsveranstaltungen) beleuchten die Händel-Festspiele 2016 insbesondere das Thema „Geschichte - Mythos – Aufklärung“ im kompositorischen Schaffen Händels.

Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus und Intendant der Händel-Festspiele erläutert: „Neben der thematischen Schwerpunktsetzung und den herausragenden Händel-Interpretationen ist es für uns wichtig, Händel auch in einen interkulturellen Kontext zu setzen. Wie in den vergangenen Jahren wird die Musik des berühmten Hallensers u.a. mit klassischer arabischer Musik in Verbindung gesetzt. Die Händel-Festspiele sind somit Wegbereiter für ein postmigrantisches Musikfest.“

Das breite und facettenreiche Programm reicht von Opernaufführungen, Oratorien, Festkonzerten über genreübergreifenden Veranstaltungen und Kinder- und Jugendprojekte bis hin zu Vorträgen, Exkursionen und der alljährlichen wissenschaftlichen Konferenz.

„Mein besonderer Dank gilt unseren Geldgebern, die dieses Programm ermöglichen. Neben der Stadt Halle, dem Land Sachsen-Anhalt und dem Bund als öffentliche Geldgeber ist hier insbesondere der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Saalesparkasse zu danken“, bekräftigte Clemens Birnbaum.  

Dr. Jürgen Fox, der Vorstandsvorsitzende der Saalesparkasse äußert sich sehr zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung die Aufführung eines bislang unbekannten Händel-Pasticcio in Bad Lauchstädt realisieren und unserem Stadtsingechor ein besonderes Geschenk zum 900. Geburtstag machen können, wenn er gemeinsam mit zwei weiteren Knabenchören das Abschlusskonzert in der Galgenbergschlucht gestalten wird.“

Der Deutungsspielraum des Schwerpunktthemas der nächsten Händel-Festspiele ist überaus groß und sehr vielfältig. Jeder Besucher kann sich sein eigenes Händel-Bild mit seinen ganz eigenen Vorstellungen machen und für sich die Frage selbst beantworten, ob Händel ein Aufklärer war oder heute noch aufklärerisch wirkt. Die Musik bleibt dabei für sich selbst stehen. Das ist nicht nur das Schöne an dem Thema, sondern auch an der herausragenden Musik Händels.

„Davon sind auch unsere Partner überzeugt, die sich in großzügiger Art und Weise einbringen: Der „Messiah“ in der Taufkirche Händels wird präsentiert von Lotto Sachsen-Anhalt. Die Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH ermöglicht ein kostenfreies Openair-Konzert. Und die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland bzw. die GP Günter Papenburg AG steuern herausragende Konzerterlebnisse bei. Ohne diese stellvertretend genannten Partnerschaften sähe das Programm der Händel-Festspiele deutlich ärmer aus.“, so Clemens Birnbaum.

 

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